Ausgangssituation: Die Weiterentwicklung von TISS wird momentan von einer neuen Gruppe innerhalb der TU übernommen. Es wäre großartig, wenn diese Gruppe nicht auf der Basis von Willkür und Intuition Entscheidungen treffen würde, sondern auf einer Kultur der partizipativen Gestaltung und Mitbestimmung aufbauen könnte. Diese existiert aber nicht. 

Die Motivation: TISS ist zwar teilweise wirklich anstrengend und lausig, aber noch immer viel besser als die Systeme einiger anderer Universitäten. Die Alternativen sind als größtenteils noch schlechter. So wurde (angeblich) zB. SAP als Ersatz für TISS diskutiert - ein Horrorszenario! Insoferne investiere ich gerne meine Zeit, um hier ein Win-Win-Szenario zu schaffen, von dem Studierende wie auch das TISS-Team profitieren kann. Ausserdem möchte ich gerne ausprobieren, wie gut sich so ein reales Gestaltungsprojekt als Basis für die projektorientierte Lehre eignet. 

Voraussetzung: Für die Studierenden ist die einzige Voraussetzung, dass sie die STEOP absolviert haben, und dass sie an dieser Art von projektorientiertem Lernen interessiert sind. Ausserdem sollten sie keine Scheu haben, mit realen Usern *gasp* realer Systeme *GASP* zu sprechen. 

Ablauf: Die Teilnehmer/innen werden voraussichtlich Recherchen und Erhebungen durchführen, Gespräche führen, Befragungen organisieren, Fragebogen entwerfen und auswerten, Informationsarchitekturen entwerfen, Oberflächen und Interaktionsabläufe gestalten, etc. Sie würden so den zentralen Methodenkanon des HCI-Designs kennenlernen und anwenden. Ergebnis soll ein Gesamtdokument sein, in dem auf der Basis einer sehr gründlichen Erhebung Gestaltungsräume und Designvorschläge für TISS beschrieben sind. Mit 75 Stunden Realaufwand (das entspricht den 3 ECTS der LVA) ist jedenfalls zu rechnen. Eigeninitiative und Selbstorganisation werden vorausgesetzt. 

Ergebnis: Sie bekommen natürlich ein Zeugnis aus Interface & Interaction Design VU. Zusätzlich haben Sie, wenn alles gut geht, dazu beigetragen, dass TISS für alle Menschen an dieser Universität besser wird. So eine Chance bekommt man nicht oft!

Der Deal: Wenn sich bis Ende dieser Woche (21.10.) mindestens 10 Personen melden, die da mitmachen würden, dann würde ich Organisation und Supervision dieser Gruppe übernehmen und den entsprechenden Prozess aufsetzen.

Ich wähle aus allen jenen, die sich da melden, dann 13±3 Teilnehmer/innen aus. Dabei zählt nicht die Reihenfolge der Anmeldung, sondern die Ausgewogenheit der Gruppe, die letztendlich mitmacht.

Anmeldung: Gabs keine, statt dessen war eine  Interessensbekundung ausfüllen. Ist aber auch schon vorbei, sorry.